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Rösslihaufter bärndütsch

Justement äs Liäd für miner Bärner u Zürioberländer Fründä. Me gits derzuä nid s’brichte.

Äs Rösslihaufter a der Wand sit viune Jaar
u der Sattu isch denäbe das isch klar
Fraget dir warum i trurig bi
Luägi geng zum Rösslihaufter hi

I gsee s’Hufise wo n’i gschlage haa
s’isch s’letschte Ise wo mis Pony no hett gha
Sis Gschirr das roschtet jez im Schtau
Aber ig i gse mis Pony überau

Äs isch mi Fründ gsi
niä han i äMönsch eso verehrt
Nume ig elei kenn sin Wärt
Ha mit em gredt, wiä me nume mit gutä Fründä redt
Ha nume ei Platz i mim Härz u du bisch s’Bescht

U sis Haufter hangt jez a der Wand
u si Sattu isch grad näbedra
I däich, dir tüät mi chly verschtaa
bi so trurig s’het sis Läbe müsse laa

I weiss dir gloubet mir dräis eifach Schturm im Gring
Tuä mi nid schäme u s’hüüle faut mer ring
Hätted dir ä Fründ gha, so wiä n’ig
De wüsstet der, warum i geng so truurig bi

Losed nume zuä
Einisch het mi mis Pony gweckt, wo s’Gfaare im Ämmitau gwitteret het
Ä Herde vo wiude Schtiäre, Muni u Sennehüng isch diräkt uff üss zuächo
So hett mer mis Pony s’Läbe grettet, es isch würklech mi beschte Kamerad gsi
Kamerad gsi

U sis Haufter hangt jez a der Wand
u si Sattu isch grad näbedra
I däich, dir tüät mi chly verschtaa
bi so trurig het sis Läbe müsse laa

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Haydi Rocks Remastered isch ändli da!

Vor zimli genau emene Jaar han i äs sälber produziärts Album online gschtellt. Eigently ä zimlichi egozäntrischi Sach. Ich han alles usser dä Drums sälber gschpilt beziähigswiis gsunge, und mit mim eigene ehnder bescheidene Equipment uufgnaa.

D’Reaktione druff sind gröschteteils positiv gsy, en Börner isch das Ding aber nöd unbedingt worde. Äs isch au einiges a konstruktiver Kritik vo verschiedene Lüt cho. Halt wäg de bescheidene Abmischigsqualität und au, dass es irgendwiä rumpelpumpelmässig tönt. Das nimi ärnscht.

Und natürli au Kritik a Songtäggscht, mit Schwizerdütsch bisch ja voll i de Schussliniä will’s eifach all irgendwiä verschtönd, sogar d’Schwabe. Kritikpunkt Belanglosigkeit. Sorry, dass nimi weniger ärnscht. Ich bin definiv nöd de Missionar vo irgendere Partei oder politische Bewegig. Ich beobachte eifach Sache im Alltag und verzelle voll oder mindeschtens fasch voll glogeni Gschichtli. Au wänn me s’einte oder anders politisch uuslege chönnt, das isch nöd mini Bauschtell.

Haydi lächelnd
Da luäg i aber nett

Chömed mer zur Kritik woni ärnscht gna ha:

Ich han de erschti Release wider vom Netz obenabe gnoh, will i de Meinig bin, dass es au besser gaat.

D’Songs vo dänn hani teilwiis neu gmischt und alli remastered dass es wenigschtens äs bitzli aagnähmer tönt.

Achtig Schprachwächsu!

Zuäsätzlech si jez 5! neue Liäder aus Bonustracks! uff däm Aubum. 4 dervo si nümm i mim Zürichuderwäusch wo eigetlech öppis zwüsche Züri u em Aargau isch u vom Ätti här chunt. Mis Müätti hett gäng bärndütsch gredt, i ha das aber siner Zit auä gleitig müässe vergässe, wüu sech s’Züri au drüber foutiert hei. Drum hets jez o bärndütschi Liäder. Diä si zwar o nid schprachlech perfekt, aber s’geit emu cheibe ring zum Teggschte u Singe. I hoffe, s’gfaut nech.

Schprachwächsel!

Ich mache aber witerhi au züritütschi Liäder, oder hey? Tschäggsches!

Schprachwächsu!

Pünktlech zum Tag vo dä Gränzöffnig am 15. Juni isch dä Re Release jez uff (faschd) aune Streamingdiänschte verfüägbar.

We dir scho än Äpp zum Musiglose heit, chöit der diä jetz bruche. I bi uff Spotify, iTunes, Apple Music, Deezer, Youtube Music, Soundcloud, Mx3 u de Meischte andere. Luägsch zum Bischpiu uff diä soziale Links ganz unde.

Das wärs de für de Momänt.

I ha na vüu Projäkt oder Idee im Hingerschtübli u drum git’s hiä baud wider Neuigkeite. We öpper mau gärn mit mir öpis aateigge u düreziä wett cha sie oder är sech gärn bi mer mäude. Wes de nid am früäche Morge isch bini geng offe für neus Zügs.

U blibet gschpannt wiä ne Flitzboge!

richtig Wiud

I wünsch nech viu Schpass

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Schwabezollblues mit schriftdeutschen Untertiteln

Slideshow Schwabenzollblues

Meine deutschen Freunde, welche nicht unbedingt aus der Grenzregion zur Schweiz kommen, ärgern sich über diesen Song. Im Text ist offensichtlich die Rede von ihnen, aber nach deren eigener Aussage „kein Wort zu verstehen“.

Im Sinne des Versuchs einer weitergehenden Verständigung habe ich mir deshalb die Mühe der schriftdeutschen Untertitelung gemacht.

Zudem hat sich es sich herausgestellt, dass die Thematik des Songs durchaus einer Erläuterung für Norddeutsche, Ostdeutsche und Südschweizer, welche mit den regionalen Verhältnissen oft nicht vertraut sind, bedarf. Ich versuche es jetzt einfach mal mit Stichwörtern:

Wie es funktioniert: Personen mit Wohnsitz in der Schweiz erledigen Ihre Einkäufe in Deutschland. Das Geschäft gibt ihnen einen Ausfuhrschein oder Ausfuhrkassenzettel. Bei ihrer Rückkehr in die Schweiz legen sie diesen beim deutschen Zoll vor und kriegen einen Ausfuhrstempel. Damit erhalten sie die in Deutschland entrichtete Mehrwertsteuer, auch als Umsatzsteuer bezeichnet, zurück. Entweder direkt im Geschäft beim nächsten Besuch oder mit Überweisung.

Wer hat’s erfunden? Diese Frage kann derzeit leider noch nicht abschliessend geklärt, und schon gar nicht mit „wir Schweizer“ beantwortet werden.

Wer sich über diese Regelung freut: Die Einkäufer mit Wohnsitz in der Schweiz.
Und natürlich der gesamte süddeutsche Detailhandel, welcher dadurch ein massives Umsatzplus verbucht.

Wer sich weniger über diese Regelung freut: Personen mit Wohnsitz im deutschen Grenzgebiet. Diese verdienen in Deutschland meist weniger als in der Schweiz und zahlen auf ihren Einkäufen die volle Mehrwertsteuer. Zudem sind die dortigen Läden vor allem an den Wochenenden hoffnungslos mit Schweizern überfüllt.
Und natürlich der gesamte schweizerische Detailhandel, welcher dadurch ein massives Umsatzminus verbucht.

Reisefreimenge: Waren im Wert von bis zu CHF 300 pro Person dürfen steuerfrei in die Schweiz eingeführt werden. Für eine ausgiebige Einkaufstour in Deutschland empfiehlt es sich aus diesem Grund dringend, Oma, Opa, sämtliche verfügbaren Kinder und weitere Verwandte in das Auto zu packen. Ob diese mitkommen möchten ist in diesem Zusammenhang völlig unerheblich.

Erhöhtes Aufkommen von Einkaufstourismus: Ist jeweils ab 20. bis Ende Monat zu beobachten, wenn das Gehalt (der sogenannte Zahltag) auf dem Konto eingetroffen ist. Und natürlich vor Weihnachten.

Tipps für Profis: Der gewiefte Einkäufer schaut auf zusätzliche Aktionen (10% auf alles) und ruft die Wochenangebote von Norma, Penny, Lidl, Aldi, REWE, DM und Drogerie Müller auf. Dank Internet muss er glücklicherweise keine Angebotsprospekte mehr in Deutschland holen.

Der krönende Absch(l)uss: Die deutschen Stempel sind gesetzt, die Ausfuhrscheine fein säuberlich im Rundordner abgeheftet und bei einem leckeren Tannzäpfle Bier wird durchgerechnet, wie viel heute schon wieder gespart wurde.

Die Ökobilanz: Obwohl keine wissenschaftlichen Untersuchungen vorliegen, lässt sich mit annähernder Sicherheit sagen, dass Greta wohl keine Freude hätte.

Der Schwabe: Wer meint, dass hier Bewohner der Region Schwaben gemeint sind, liegt falsch. Der Schwabe ist vielmehr der schweizerdeutsche Ausdruck für Deutscher sowohl im neckenden, im bewundernden wie auch im abschätzig gemeinten Sinn. Je mehr Lebensweise und Sprache von schweizerischen Gepflogenheiten abweichen, desto mehr Schwabe. Das Gebiet der Urschwaben erstreckt sich demnach in etwa von Lorsch her nördlich quer durch ganz Hessen und Niedersachsen bis nach Lüneburg.

Der Schweizer: Im Zusammenhang mit dem Schwabezollblues sind sämtliche Personen mit Wohnsitz in der Schweiz gemeint. Einen nicht unerheblichen Anteil daran bilden auch die Schwaben und andere Personen mit Migrationshintergrund.

Weshalb ein Lied darüber? Interessiert doch keinen!: Ein sehr guter Bekannter von mir übt täglich die Tätigkeit des Ausfuhrkassenzettelstemplers aus und erzählt manchmal von seinen Erfahrungen. Dies sollte als Begründung ausreichen.

Warum ist das Lied soooo lang?: Lang? gemessen an den unendlichen Wartezeiten in Staus, an Kassen- und Schalterschlangen ist das nun wirklich ein Klacks.

Aktuell!

Am 15. Juni 2020 fallen sämtlich in den letzten Monaten wegen Corona geltenden Reisebeschränkungen zwischen Deutschland und der Schweiz weg. Am deutschen Zoll abgestempelt werden die Einkäufe übrigens bereits seit 2. Juni 2020 wieder.

Also Schweizer:

Ab in die Startlöcher zum vergnüglichen Einkaufserlebnis!

Bleibt gespannt!

Grenze offen

P.S. Aus naheliegenden Gründen ist dieser Beitrag ausnahmsweise in Schriftdeutsch verfasst.

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Jubiläum 21 Jahre

Vögi alias Haydi anno 1998

S’chunt scho guät oder wenigschtens so ähnlich.

Anderi jublet Jubiläe wiä 50 Jaar Woodstock. Loset diä zuegänermasse geile Songs us dere Ziit und kiffet oder dröhnet sich suschd irgendwiä d’Bire voll zum sich sälber z’beschtätige wiä geil das damal alles gsy söll sy.

S’Dütschland git’s waarschinlig dänn bald 30 Jahre Mauerfall moderiärt und mit gränzelos dumme Schprüch bedacht vo irgendeme Ploderi wiä am Thomas Gottschalk oder vom Dieter Bohlen oder sogar vom Andy Borg (chunnt eh nöd gross drufaa).

Ich fiire liäber s’21jäärige Jubiläum vo minere erschte CD
woni dank em Gogo Frei han dörfe mache. Ich schtell si nach ere lengere Pause wieder online und vertrieb si uff dä üäbliche „soziale“ Kanäl. Woni diä CD wider mal duregloset han, isch mer übrigens uffgfalle, dass sich eigetly 21 laaaangi Jaar nüt g’änderet hätt. Oder es isch mer mindeschtens nöd ufgfalle. Uff jede Fall isch diä CD jez au Senirock.

Viel Spass bim Inelose und Mitfiire vo mim 21jährige Jubiläum! Au wänns zum Teil truurigi Liäder sind.

Keep on rockin in a free World!
S’Hindere müend mer Schtand hüt (leider) eifach mal schtriche.

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Bockwürscht und Nordliächter

Beste deutsche Bockwurst

Eigetly woni scho sit bald 20 Jaar s’Dütschland und bin mit ere dütsche Frau us em Norde verhüratet. Vo det her würdi meine, dass i äs einigermasse pflägts Schriftdütsch rede.
Ich mag au diä ganze Schwiizer nöd, wo mit irem Schwyzerdütsch oder neudütsch ire Swissness s’Dütschland karisiäret: „Wissen sie ich bin aus der Schweiz, und das ischd alles ganz neu für mich und überhaupt. Können sie mir doch bitte sagen, wie das bei Ihnen in Deutschland ist und wie das funktioniert“.

S’letscht Jaar isch mer aber öppis grausams passiärt. Ich bin s’Rostock gsi und han amene Schtrandkiosk in Warnemünde dummerwiis gseit: „Guten Tag ich hätte gerne eine Bockwurst, bitte“.
Und was hätt d’Verkäuferin gseit? „Sind sie aus der Schweiz?“
Ich bin einigermasse schockiärt gsy, dass sie das sofort tschäggt hätt. Aber ich bin i mich gange und han mer überleyt, was i falsch gmacht chönti ha.

Fäler 1:
Dä verdammti Konjunktiv vom Schwiizerdütsche. „Ich hätte gerne“ bruchts überhaupt nöd. Höchschtens na „Bitte“. Aber sogar das chan z’lang sii. Chönntet si mir, wär’s ine möglich, würdet si, dörf ich si bitte, äs chönnti, ich dänk äs wär und das ganze Zügs funktioniert in Norddütschland definitiv nöd, und entlarvt de Schprächer als Aaghörige vomene chlyne, sich sälber überbewertende Bärgvolch.

Fäler 2:
Satzlengi. Hanis doch tatsächlich gschafft, 8 Wörtli na mit Komma z’underteile. Das isch definitiv ehnder Jodelkultur als diräkti Kommunikation.

Fäler 3:
Mangelndi Coolness. Eigetly wär diä korräkt Antwort uff „Sind sie aus der Schweiz?“ gsy
„Aus Güstrow da sprechen wir so“.

Ich han dänn es Jaar lang g’üäbt diä Bschtellig schprachlich korräkt ufzgää, mit Ratschläg vo dä Frau und Tonbandtraining. Schtolz bin i geschter wider an genau gliche Kiosk zu dä gliche Verchäuferin und han gseyt.

„Moin, eine Bockwurst“.

Und was isch als Antwort cho?

„Sie sind doch der Herr aus der Schweiz, der jedes Jahr wiederkommt!“.

Moral: Du chasch bi Jedem und Jedere blöffe und eifach öppis vormache, aber niä und würkli gar niä bi nere Schtrandkioskverchäuferin.

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Album haydi.rocks s’gaat nüme lang…..

So. Mis Projäkt isch sozsäge i de letschte Züüge vor äm Going Publik.

Aagfange hätt das Ganze im Februar 2018 wo klar worde isch, dass i inere Altherrekapälle als Bassischt unerwünscht bin, will i ebe na vill älter als die Altherre bin und sich diä drum ä Zukuänft mit mir nöd händ chöne vorschtelle.

Druffabe hätt mi en kreative Aff bisse und ich bi wider hinter Gitarre, Schnurregiige und Bass und han aagfange üäbe. Dänn isch es um s’ufnää gange und ich han dänkt: „Das chan i au“. Han mer drum bi Amazon und Ebay Miks, Kopfhörer und äs chlyses Mischpult zämetünterlet. Inschtrumänt sind zum Glück immer no mee als gnuäg im Chäller umegläge.

Täggscht sind mer eigetly liächt us dä Hand oder em Hirni gflosse. Wichtig für mich, ich wott niämert beleidige und kei Schtellig i dä höche Politik beziä und ha derfür meh als gnuäg Gründ. Am liäbschte tueni wirri luschtigi Gschichtli verzelle, dass mach i bim Brottschobb übrigens au.

Äh jo. Und en neue Läppi han i au bruucht. Mit alte Kömpi hettis leischtigmässig zwar no taa, aber wäni öppis uufgnaa han, hätt me eigetly nöd vill ghört usser däm verdammt luute Lüfter vo dere Chischte.

Software irgendwiä zuägleyt. Bi mir isch es Audacity. Erschtens frei und zweitens massgschniideret uff mini Arbeswiis. Ich liäb’s, zwänzg Kanäl uffznäh und dänn wider useschmeisse und uff’s Wesentliche z’reduziäre.

Mal paar Tracks uufgnaa. Eigetly hani vill me Songs aber irgendwänn muäss me au mal schtoppe will fertig isch definitiv niä öppis.

Webtechnologiä sind mer eigetly nöd främd, aber trotzdäm hani mi wider ischaffe müässe und mi sälber au frooge wäg all dene verdammte Tschännels uff Souschel Miidia. Ich han mal diä uusgwäält, woni s’Gfüül han, dass is halbwägs blicke. Da hani aifach druff gluägt, dass das Zügs technisch einigermasse suuber iibunde isch. Immerhin isch d’Website ezz so iigrichtät, dass me chan Feedback gää wänn me dänn wott, sozsäge „OPEN HAYDI“.

Ezz isch es Huäregopfertamisiäch scho anderthalb Jaar här und das Zügs sött ändlich veröffentlicht wärde, susch bringts jo gar nüt.

Was fählt na zum würkliche Release?

Dä Vertrag dass mini Songs bi dä meischte Musigabüüter erhältlich sind. Es gseet drna uus, dass min Verlag äs bitzli schlampet.

D’Amäldig bi dä SUISA. Das liit definitiv a mir willi äntli äs Passfoti und d’Formular schicke müässt.

Ich warte mal gschpannt uff die nöchschte Tääg.

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