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2 Songs wo d’Wält nöd brucht

Grad jetz i HomeOffice Ziite schlaat de Fernsehabig mit Chips und Biär (beides relativ kaloriehaltig) wider mal voll zuä. Dänn fählts au na a de freie Bewegig und soo…..
Goldigi Ziite für d‘Schpäckbildig am suscht beschtens pflägte Körper.
Schpöteschtens wänn der dini schpezielle Bühneklamotte nüme passed söttisch mal drüber naadänke und i dich gah.
Schpäck muäss wäg will Schlankheit gfallt. Uusnahme git’s nur dänn, wänn din übergrosse Bodymassindex uffgrund vo dim Schtimmvolume zwingend notwändig isch. Da gits dänn ehrlicherwiis einigi Sängerinne und Sänger aber so vill sinds äbe au nöd.
Für diä Andere: Nöd bschisse! Äs fallt eh uff!
Zum Song: En witere i dä Reihe:

Sinnlose Rocksongs, die die Welt nicht braucht

Und dezuä na mit enere unnütze Moral.

Aber Corona brucht d’Wält ja au nöd.

Und wills so schön passt han i so en Art Single gmacht mit ere B Site über dä Huäber. Eigentlich öppis ehnder truurigs.

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Sex & Drugs & Rüschtigi Räntner

Ich han scho zimli lang nüt meh i däm Blog gschribe und mi au suschd nüme schaurig i de „soziale“ Netzwärk g’üsseret oder angaschiärt. Das hät verschiedene Gründ.

Ein Grund isch, das i halt langsam imene Alter wo me s’einte oder andere chline Wehwehli hätt. Bi mir sind’s Nackeschmärze wo irgendwiä gaaaaanz langsam wäggönd. Heisst ich han diä Scheisse sit scho über emene Monät. Halte mi a Tipps und guäti Ratschläg. S’Einte verbesseret und s’andere verschlimmbesseret. Nimm jez brav Voltaren Schmerzgel, bade heiss , massiär das ganze mit heissem Duschschtraal, versuächs mit kei Alk und kei Drögis und möglichscht regelmässigem Schlafe wänn i dänn nöd wäg dem Mischt zmitts i dä Nacht ufwache. Brucht halt alles ä gwüssi Ziit bis es wider guät chunt. Aber Geduld isch na niä so mis Ding gsi.

Hauptschuld a mim Rückzug isch aber klar Corona. Weniger dä Virus an sich, aber derfür das ganze Theater und TamTam wo drum gmacht wird. Jede Funzipolitiker, Experte, Verschwörigsfanatiker und Sektefüärer füält sich derzu beruäfe irgendwie sin hand- und fuässlose Scheiss usezla. Forderet Zwangsimpfige, Maskezwang, Kontaktverbot, Bewegigsverbot und anderi Mätzli. Setzed uff E-Learning demit sich diä duresetzed, wo Bappi und/oder Mami über guäti IT Känntnis verfüäged und Chole für s’nötige Ekwippment händ. Dä Rescht blibt no meh als scho bishär uff de Schtrecki.

Diktiäred Reglige und Verfüägige wo vollkomme willkürlich sind und sich au nöd lönd la duresetze. Mich närvts konkret, dass ich 100 Meter vo de Gränze zur Schwiiz wäg wohne und eigetli als Schwiizer Bürger nüme i d’Schwiiz dörfti. Das heisst: Zum Schaffe natürli scho (Wirtschaft über alles) aber äs Gschpönli go bsuäche njet.

Spontan fallt mer de Refrain von eme Lied vom Aernschd Bornd i:

Sie halte Rede oder Schriibe
und denn löön sis wider bliibe
schtüre chan d’Regiärig nüme
dä Virus tuät der Lauf beschtimme


Dummerwiis isch au no öisi Band HARTHOLZ dä Pandemiangscht zum Opfer gfalle. Heisst: Probe findet bis uff wiiteres nüme schtatt. Derbi hämmer eigetly all würklech wele dureschtarte. Jammerschad!!!

Heisst für mich: Ich befolge die schtaatliche Coronaregle sowiit wiäs halt ebe gaat. Ziän brav mini Maske aa, halt mi a Uusgangsverbot und bewege mich im behördlich gnehmigte Reiseradius. Glaub zwar nöd, dass es öppis nützt oder bringt wott aber eifach kei Lämpe mit gar niämertem.

Und diä ganze Maßnahme händ für mich au än risige Vorteil. Als latänt Depressive han i jetzt Corona als s’definitive Killerargumänt zum mi eley dihei z’verschanze und nur im üsserschte Notfall usezgah zu irgendöppis vo Läbe heisst und schiints mal vor langer Ziit exischtiärt hätt.

D A N K E

Jetz isch aber gnueg gwäffelet.

Wiä au immer: Han suschd ja nüt z’tuä und bin eigetli überflüssig. Gits jez ebe äs Video mit eme R&R Song. R&R schtaat für rüschtige Räntner. De hätt das Ding zämegfricklet und mit sich mit unterschiedlichem Iisatz bemüäht, de Aaforderige vo Cömpi, Audio- und Videoschnittprogramm gerächt zwärde.

S’Video gits da une .

Erwartet aber kän wichtige Inhalt (neudütsch Content) i dem Song. Irgendöppis politisches, gsellschaftskritisches, wältverbesserisches, angaschierts und schtellignehmends isch s’letschte wo s’i dä Ziit vo Überläbensschtrategie brucht.

Sex & Drugs & Rüschtige Räntner

De Song gits natürli au uff dä übliche Plattforme. Luägsch da unde.

Viel Spass!

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Minimali Verkehrsplanung

En minimale Song mit ere minimale Beschriibig vo Vercheersmassnahme:

Und das ganze gits‘ au exklusiv und uusnahmswiis inere internationale Version:

Achtung! Jetzt chunt en freiwillige Werbeblock:

Vercheersplaning isch uhure kompliziärt und me muess si verschtaa. Da unde bisch a de richtige Adrässe. Diä Giäle heis druff:

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Rösslihaufter bärndütsch

Justement äs Liäd für miner Bärner u Zürioberländer Fründä. Me gits derzuä nid s’brichte.

Äs Rösslihaufter a der Wand sit viune Jaar
u der Sattu isch denäbe das isch klar
Fraget dir warum i trurig bi
Luägi geng zum Rösslihaufter hi

I gsee s’Hufise wo n’i gschlage haa
s’isch s’letschte Ise wo mis Pony no hett gha
Sis Gschirr das roschtet jez im Schtau
Aber ig i gse mis Pony überau

Äs isch mi Fründ gsi
niä han i äMönsch eso verehrt
Nume ig elei kenn sin Wärt
Ha mit em gredt, wiä me nume mit gutä Fründä redt
Ha nume ei Platz i mim Härz u du bisch s’Bescht

U sis Haufter hangt jez a der Wand
u si Sattu isch grad näbedra
I däich, dir tüät mi chly verschtaa
bi so trurig s’het sis Läbe müsse laa

I weiss dir gloubet mir dräis eifach Schturm im Gring
Tuä mi nid schäme u s’hüüle faut mer ring
Hätted dir ä Fründ gha, so wiä n’ig
De wüsstet der, warum i geng so truurig bi

Losed nume zuä
Einisch het mi mis Pony gweckt, wo s’Gfaare im Ämmitau gwitteret het
Ä Herde vo wiude Schtiäre, Muni u Sennehüng isch diräkt uff üss zuächo
So hett mer mis Pony s’Läbe grettet, es isch würklech mi beschte Kamerad gsi
Kamerad gsi

U sis Haufter hangt jez a der Wand
u si Sattu isch grad näbedra
I däich, dir tüät mi chly verschtaa
bi so trurig het sis Läbe müsse laa

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Jubiläum 21 Jahre

Vögi alias Haydi anno 1998

S’chunt scho guät oder wenigschtens so ähnlich.

Anderi jublet Jubiläe wiä 50 Jaar Woodstock. Loset diä zuegänermasse geile Songs us dere Ziit und kiffet oder dröhnet sich suschd irgendwiä d’Bire voll zum sich sälber z’beschtätige wiä geil das damal alles gsy söll sy.

S’Dütschland git’s waarschinlig dänn bald 30 Jahre Mauerfall moderiärt und mit gränzelos dumme Schprüch bedacht vo irgendeme Ploderi wiä am Thomas Gottschalk oder vom Dieter Bohlen oder sogar vom Andy Borg (chunnt eh nöd gross drufaa).

Ich fiire liäber s’21jäärige Jubiläum vo minere erschte CD
woni dank em Gogo Frei han dörfe mache. Ich schtell si nach ere lengere Pause wieder online und vertrieb si uff dä üäbliche „soziale“ Kanäl. Woni diä CD wider mal duregloset han, isch mer übrigens uffgfalle, dass sich eigetly 21 laaaangi Jaar nüt g’änderet hätt. Oder es isch mer mindeschtens nöd ufgfalle. Uff jede Fall isch diä CD jez au Senirock.

Viel Spass bim Inelose und Mitfiire vo mim 21jährige Jubiläum! Au wänns zum Teil truurigi Liäder sind.

Keep on rockin in a free World!
S’Hindere müend mer Schtand hüt (leider) eifach mal schtriche.

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Bockwürscht und Nordliächter

Beste deutsche Bockwurst

Eigetly woni scho sit bald 20 Jaar s’Dütschland und bin mit ere dütsche Frau us em Norde verhüratet. Vo det her würdi meine, dass i äs einigermasse pflägts Schriftdütsch rede.
Ich mag au diä ganze Schwiizer nöd, wo mit irem Schwyzerdütsch oder neudütsch ire Swissness s’Dütschland karisiäret: „Wissen sie ich bin aus der Schweiz, und das ischd alles ganz neu für mich und überhaupt. Können sie mir doch bitte sagen, wie das bei Ihnen in Deutschland ist und wie das funktioniert“.

S’letscht Jaar isch mer aber öppis grausams passiärt. Ich bin s’Rostock gsi und han amene Schtrandkiosk in Warnemünde dummerwiis gseit: „Guten Tag ich hätte gerne eine Bockwurst, bitte“.
Und was hätt d’Verkäuferin gseit? „Sind sie aus der Schweiz?“
Ich bin einigermasse schockiärt gsy, dass sie das sofort tschäggt hätt. Aber ich bin i mich gange und han mer überleyt, was i falsch gmacht chönti ha.

Fäler 1:
Dä verdammti Konjunktiv vom Schwiizerdütsche. „Ich hätte gerne“ bruchts überhaupt nöd. Höchschtens na „Bitte“. Aber sogar das chan z’lang sii. Chönntet si mir, wär’s ine möglich, würdet si, dörf ich si bitte, äs chönnti, ich dänk äs wär und das ganze Zügs funktioniert in Norddütschland definitiv nöd, und entlarvt de Schprächer als Aaghörige vomene chlyne, sich sälber überbewertende Bärgvolch.

Fäler 2:
Satzlengi. Hanis doch tatsächlich gschafft, 8 Wörtli na mit Komma z’underteile. Das isch definitiv ehnder Jodelkultur als diräkti Kommunikation.

Fäler 3:
Mangelndi Coolness. Eigetly wär diä korräkt Antwort uff „Sind sie aus der Schweiz?“ gsy
„Aus Güstrow da sprechen wir so“.

Ich han dänn es Jaar lang g’üäbt diä Bschtellig schprachlich korräkt ufzgää, mit Ratschläg vo dä Frau und Tonbandtraining. Schtolz bin i geschter wider an genau gliche Kiosk zu dä gliche Verchäuferin und han gseyt.

„Moin, eine Bockwurst“.

Und was isch als Antwort cho?

„Sie sind doch der Herr aus der Schweiz, der jedes Jahr wiederkommt!“.

Moral: Du chasch bi Jedem und Jedere blöffe und eifach öppis vormache, aber niä und würkli gar niä bi nere Schtrandkioskverchäuferin.

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Ich bruche no meh…

Bim Baschtle a dere Siite hani gmerkt, dass i gar nöd so vill Material über mich und mini ehemalige Mitschtriiter han. Eigetly verdammt wenig zum das so z’säge.

Drum wäri schüüli froh, wänn äs paar guäti Seele mir Material für diä Website chönntet schicke.

Konkret:

Ziitigsartikel wo öppis mit mir und mim Umfäld z’tuä händ (WahWah, Gasseblatt, Gasseblues, Stilett, NZZ, TA, WoZ).

Demo und Übigsruumtapes woni irgendwiä mitmache.

Livetapes und so Züügs.

Zeichnige vom geniale Paul Weixler.

Eifach maile oder so.

Merci

haydi.rocks

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Über Hobbys und so…

Mer händ ja überall diä neu Eckonomi, au bekannt als Corona Eckonomi. Heisst, dass me uff Arbet rund um d’Uhr i dä einte oder andere Form verfüägbar isch oder wenigschtens sii sött. Susch beklaged sich dänn Scheffs und Arbetskollege, zwar nöd öffentlich aber mindeschtems bi dä tägliche Tratschrunde im Büro.

Trotzdäm müässti eigetly jede äs Hobby ha. Das treit schiints viel zur innere Uusglicheheit und seelische Harmonie und Xundheit bi, und wird drum schlicht und eifach vo allne empfohle, egal ob Partner*In, Kolleg*In, Ärzt*In, Sozialarbeiter*In oder Therapeut*In.

Ziit für mich zum drüber naadänke, was für mich s’ideale Hobby wär, au in Bezug uff Ruheschtand.

Ich han dänn mal ä paar Möglichkeite nöcher aagluägt:

Briefmarkesammle? Irgendwiä bin i nöd dä Tüpp derfür, diä ganze Märkli vo Briäfe abzlöse, klassifiziäre und i s’richtige Album ablege. Eifach z’unordentlich. Und Briäfmarke sind eh äs Uuslaufmodäll. Au wänn guät wirsch, häsch kei richtige Perspektive. Höchschtens äs vo Aafang aa konkursits Briäfmarkesammlerlädeli inere Abbruchligeschaft. Nope.

Fische? Gärn so näbezue aber ob das uff d’Lengi nöd langwiilig wird? Nume: Mit eme Harass Biär dernäbe uf em Bänkli würd sich das na la uushalte. Eigetly kei dummi Idee.

Golf? Chunnt sautüür und der Schtaat zahlt kei Fördergälder. Und wänn dänn guät wärsch, müässtisch scho Amerikaner oder Tütsche si zum öppis use em Fördergäldertopf z’übercho.

Musik mache? Sobald das mit meh als dir sälber machsch sind Lämpe eh scho vorprogrammiärt. Und wivil Schtütz dass scho im Musiglade online oder um de Egge häsch la ligge intressiärt käne. Äs git zwar Perschpektive. Wänn d’intressant tönsch kriägsch villicht en chline Batze us irgendeme schtaatliche oder private Fördertopf. Wänn der nöd s’blöd bisch, machsch irgendwelchi Songs für Sunrise, Migros, Biär oder d’SVP. Und wänn die profiliäre willsch, bewiisisch dies Engagement mit muätige Schtellignahme zu aktuelle Problem. Zum Biischpil für s’Klima und gäge Nazis. Das macht sich überall guät und choschtet nüt. Plastic. Aber isch scho guät wiä’s lauft.

Schribä? Mal abgsee dervo dass i das nöd chan, bini leider au kän cüplitrinkende Partytiger wo a irgendwelche Läsige , veraschtaltet vo Seniorschtudis wo im chalte Chriäg schteckeblibe sind, teilneh chönt. Und wäni döt bsoffe Lämpe mache würde, isch das au nüme Kult. Das isch es höchschtens no i dä 60er und früäne 70er Jaar vom letschte Jahrhundert gsii, aber die betroffene Aaghörige vo dä Schriiberzunft händ dännzumal im Gägesatz zu mir öppis chöne. Nei! Mit Schribe wird das definitiv nüt und mit Fördertöpfli vo Schtaat und Wirtschaft no vill weniger. Vergiss es!

Gärtnere? Irgendwiä han is Gfüül dass jedes arme Pflänzli i es paar Tääg eländ verräblet, nume wills mi eimal aagluägt hätt. Deby mag i Pflanze eigetly und versuäch si au nach Pflägtipps us em Internet z’verhätschele. Usser dass ne schtatt Wasser mängisch Schnaps gib. Isch ja au nöd so gfreut, wänn d’als Pflanze tag i tag uus immer am gliche Ort muesch schtaa. Offebar han i ehnder en bluätige Tume als en grüäne. Charakterlich nöd g’eignet.

Wiäs usgseht alles hoffnigslos.

Hoffnigslos?

Wo en Wille isch git’s au än Wäg. Am Schluss han ich doch no s’ideale Hobby gfunde. Das Hobby händ erschtunlicherwiis no ganz wenig für sich entdeckt. Debi bisch dänn im Gschwindigkeitsrusch, frei wiä nen Vogel, chunsch i nün Minute dur di ganz Schwiiz und es wird breit akzeptiärt wänn derby wiä Sau zur Umwält bisch. Anders als bi dä andere Hobbys wärdet d’Uusrüschtigsgägeschtänd vom Schtaat i praktisch unbegränzter Milliardehöchi finanziärt. Wo git’s dänn so öppis?

De Fall isch klar:

Am nöchschte Mäntig fang i aa mit em Grundkurs Kampfjetpilot.

Das Arztzügnis isch im Fall kän Fake
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Parteienlandschaft alfabetisch

Ja. Ich hatte heute zu viel Zeit und mir deshalb für einige Parteien eine streng alfabetische Beschreibung gegönnt.

SVP
Aber Blocher Christoph! Die Emschemie floriert grossartig. Habende Interessierte, junge KapitalistInnen lieben Matulla noch offensiver. PlapperproletInnen quatschen reaktionäres SVPZeugs. Total unglaubwürdig. Viele wankelmütige xenophobe Youngster zusammen.

SP
Alte Bildungseinrichtungen charakterisieren das Erscheinungsbild. Fachstellenausbau: GenossInnen hantieren in jedem kleinen leicht morbiden Nest. Oefters penetrantes Quengeln rebellischer Sozialisten. Tatsächlich: Union von wagemutigen Xanthippen, Yuppies, Ziellosen.

Grüne
Alle böse Chemie dient erstmal finanziellen, grünfeindlichen, homöopathiebekämpfenden Interessen. Jeder kann lobenswerterweise mit Naturnähe ökologisch produzieren. Querbeet Radieschen, Salate, Trauben, Urkarotten.
Von wegen Xeroxkopieren. Yamwurzeln züchten!

AL
Ambitionierte besserwissende Charismatiker definieren ein friedliches, globales, harmonisches, integriertes JETZT. Kein Lude muss nach offen pubertären Querelen reumütig sein Tun ueberdenken. Viel wichtiger: Xylophonspielen, Yoga, Züribränntretro.

GLP
Anfängliche Berührungspunkte charakterisiert diese eigenartige Fragmentierung. Grüne hatten interessanterweise jede kapitalistische leistungsorientierte Marktwirtschaft negiert. Offensichtlich provozierten qualvolle Redetribunale stetige Trennung. Unternehmensverbänden, Volkswagen, Walmart, Xerox, Yahoo zuliebe.

Piraten
Auf bestehenden Clouds drehen eigennützige Fahnder gerne heimlich ihre Jagdrunden. Kann lucky man natürlich offensiv professionell querschlagen. Rache stoppt tendenzielles Ungemach. Vor Weihnachten: Xmasparty Yet Zack!

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Schwabezollblues mit schriftdeutschen Untertiteln

Slideshow Schwabenzollblues

Meine deutschen Freunde, welche nicht unbedingt aus der Grenzregion zur Schweiz kommen, ärgern sich über diesen Song. Im Text ist offensichtlich die Rede von ihnen, aber nach deren eigener Aussage „kein Wort zu verstehen“.

Im Sinne des Versuchs einer weitergehenden Verständigung habe ich mir deshalb die Mühe der schriftdeutschen Untertitelung gemacht.

Zudem hat sich es sich herausgestellt, dass die Thematik des Songs durchaus einer Erläuterung für Norddeutsche, Ostdeutsche und Südschweizer, welche mit den regionalen Verhältnissen oft nicht vertraut sind, bedarf. Ich versuche es jetzt einfach mal mit Stichwörtern:

Wie es funktioniert: Personen mit Wohnsitz in der Schweiz erledigen Ihre Einkäufe in Deutschland. Das Geschäft gibt ihnen einen Ausfuhrschein oder Ausfuhrkassenzettel. Bei ihrer Rückkehr in die Schweiz legen sie diesen beim deutschen Zoll vor und kriegen einen Ausfuhrstempel. Damit erhalten sie die in Deutschland entrichtete Mehrwertsteuer, auch als Umsatzsteuer bezeichnet, zurück. Entweder direkt im Geschäft beim nächsten Besuch oder mit Überweisung.

Wer hat’s erfunden? Diese Frage kann derzeit leider noch nicht abschliessend geklärt, und schon gar nicht mit „wir Schweizer“ beantwortet werden.

Wer sich über diese Regelung freut: Die Einkäufer mit Wohnsitz in der Schweiz.
Und natürlich der gesamte süddeutsche Detailhandel, welcher dadurch ein massives Umsatzplus verbucht.

Wer sich weniger über diese Regelung freut: Personen mit Wohnsitz im deutschen Grenzgebiet. Diese verdienen in Deutschland meist weniger als in der Schweiz und zahlen auf ihren Einkäufen die volle Mehrwertsteuer. Zudem sind die dortigen Läden vor allem an den Wochenenden hoffnungslos mit Schweizern überfüllt.
Und natürlich der gesamte schweizerische Detailhandel, welcher dadurch ein massives Umsatzminus verbucht.

Reisefreimenge: Waren im Wert von bis zu CHF 300 pro Person dürfen steuerfrei in die Schweiz eingeführt werden. Für eine ausgiebige Einkaufstour in Deutschland empfiehlt es sich aus diesem Grund dringend, Oma, Opa, sämtliche verfügbaren Kinder und weitere Verwandte in das Auto zu packen. Ob diese mitkommen möchten ist in diesem Zusammenhang völlig unerheblich.

Erhöhtes Aufkommen von Einkaufstourismus: Ist jeweils ab 20. bis Ende Monat zu beobachten, wenn das Gehalt (der sogenannte Zahltag) auf dem Konto eingetroffen ist. Und natürlich vor Weihnachten.

Tipps für Profis: Der gewiefte Einkäufer schaut auf zusätzliche Aktionen (10% auf alles) und ruft die Wochenangebote von Norma, Penny, Lidl, Aldi, REWE, DM und Drogerie Müller auf. Dank Internet muss er glücklicherweise keine Angebotsprospekte mehr in Deutschland holen.

Der krönende Absch(l)uss: Die deutschen Stempel sind gesetzt, die Ausfuhrscheine fein säuberlich im Rundordner abgeheftet und bei einem leckeren Tannzäpfle Bier wird durchgerechnet, wie viel heute schon wieder gespart wurde.

Die Ökobilanz: Obwohl keine wissenschaftlichen Untersuchungen vorliegen, lässt sich mit annähernder Sicherheit sagen, dass Greta wohl keine Freude hätte.

Der Schwabe: Wer meint, dass hier Bewohner der Region Schwaben gemeint sind, liegt falsch. Der Schwabe ist vielmehr der schweizerdeutsche Ausdruck für Deutscher sowohl im neckenden, im bewundernden wie auch im abschätzig gemeinten Sinn. Je mehr Lebensweise und Sprache von schweizerischen Gepflogenheiten abweichen, desto mehr Schwabe. Das Gebiet der Urschwaben erstreckt sich demnach in etwa von Lorsch her nördlich quer durch ganz Hessen und Niedersachsen bis nach Lüneburg.

Der Schweizer: Im Zusammenhang mit dem Schwabezollblues sind sämtliche Personen mit Wohnsitz in der Schweiz gemeint. Einen nicht unerheblichen Anteil daran bilden auch die Schwaben und andere Personen mit Migrationshintergrund.

Weshalb ein Lied darüber? Interessiert doch keinen!: Ein sehr guter Bekannter von mir übt täglich die Tätigkeit des Ausfuhrkassenzettelstemplers aus und erzählt manchmal von seinen Erfahrungen. Dies sollte als Begründung ausreichen.

Warum ist das Lied soooo lang?: Lang? gemessen an den unendlichen Wartezeiten in Staus, an Kassen- und Schalterschlangen ist das nun wirklich ein Klacks.

Aktuell!

Am 15. Juni 2020 fallen sämtlich in den letzten Monaten wegen Corona geltenden Reisebeschränkungen zwischen Deutschland und der Schweiz weg. Am deutschen Zoll abgestempelt werden die Einkäufe übrigens bereits seit 2. Juni 2020 wieder.

Also Schweizer:

Ab in die Startlöcher zum vergnüglichen Einkaufserlebnis!

Bleibt gespannt!

Grenze offen

P.S. Aus naheliegenden Gründen ist dieser Beitrag ausnahmsweise in Schriftdeutsch verfasst.

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